Skateboard Guide für Anfänger Erstellt am: 16.03.2017 15:17

Die Maße werden üblicherweise in Inch angegeben (1 Zoll = 1 Inch (2.54cm), US Amerikanische Maßeinheit).

Boards

Boards bestehen meistens aus 7 Ply Canadian Maple (7 Schichten kanadisches Ahornholz), dieses ist besonders stabil da es langsam wächst. Die 7 Schichten werden meist mit Epoxidkleber unter großem Druck verpresst.

Ein Skateboard besteht aus drei Bereichen: Dem aufgebogenem Teil hinten (Tail), der Standfläche zwischen den Achsen (Wheelbase) und dem aufgebogenem Teil vorne (Nose). Die Nose ist meist größer und steiler als das Tail, so kann man einfach sehen wo vorne und hinten ist. Das Board ist an den Seiten meist mit einem concave versehen (es ist konkav), dadurch lässt sich das Board bei Flips, Ollies etc. besser kontrollieren.

Boards sind im Normalfall fürs Streetskaten zwischen 7,5“ und 8,25“ breit, da sich diese leichter flippen lassen. Für Pool, Rampen und Oldschool sind die Boards meistens über 8.25“ bis hin zu 11“ breit. Boards in dieser Breite sind besser kontrollierbar, da sie über eine größere Standfläche verfügen. Außerdem gibt es Boards unter 7,5“ diese sind besonders für Kinder geeignet. Generell gilt aber, dass alles in jeder Disziplin gefahren werden kann da es auch immer auf persönliche Vorlieben ankommt.


Griptape

Das Griptape ist der Belag für die Oberseite des Boards, damit der Fahrer einen guten Halt hat. Es ist selbstklebend und je grobkörniger, desto mehr Grip, aber auch mehr Verschleiß an der Schuhsohle. Überstehende Reste werden bei der Montage vorsichtig mit einem Teppichmesser abgeschnitten, man sollte darauf achten nicht ins Holz zu schneiden.


Achsen

Es gibt Achsen in verschiedenen Breiten (129 bis 7,5“, 139 bis 7,75“, usw.). Die Achsen sollten möglichst mit der Seite des Boards abschliessen. Sind die Achsen zu schmal, wird das Fahrgefühl instabil, sind sie zu breit kann es passieren das man während des Pushens gegen die Rollen tritt. Die Lenkung der Achsen kann man einerseits über Anziehen oder Lockern der Kingpinmutter einstellen, andererseits kann man Lenkgummis (Bushings) in verschiedenen Härten (A) verwenden um das Lenkverhalten zu ändern.

Außerdem gibt es Achsen in verschiedenen Höhen. Mit Hohen Achsen hat man einen größeren Abstand zum Boden, so wird der Winkel zum Springen theoretisch höher und man kann größere Rollen fahren, ohne Wheelbites zu bekommen. Außerdem werden hohe Achsen bei schnellen Geschwindigkeiten eher unruhig. Bei flachen Achsen besteht die Gefahr, dass man mit großen Rollen und weichen Bushings Wheelbites bekommt. Man steht allerdings näher am Boden und hat somit eine bessere Kontrolle.


Rollen

Bei den Rollen muss man auf eine passende Größe und Härte achten. Die Rollen sollten immer zum Fahrverhalten und zu den einzelnen Komponenten (Board, Achse) passen. Kleine Rollen (bis ca. 55mm) sind leichter (gut bei Fliptricks), wendiger und man kann schneller Beschleunigen. Dafür ist die Endgeschwindigkeit niedriger als bei großen Rollen (ab ca. 56 mm). Große Rollen halten länger, da sie aus mehr Polyurethan sind. Sie sind eindeutig schneller, jedoch auch schwerer und deshalb nicht ideal für sehr technisches Skaten. Mit großen Rollen kommt man aber besser über Unebenheiten bei schlechtem Untergrund. Zum Streetskaten und für viele Fliptricks nimmt man kleine Rollen. Für Rampen, Pools oder schlechten Untergrund eher mittlere bis Große Rollen. Die Rollen sollten aber immer zu Board und Achsen passen.

Rollen gibt es außerdem in verschiedenen Härten. Die Härte der Rollen wird in A angegeben. Je höher die Zahl vor den Rollen, desto härter. Man bekommt Rollen in den Härten zwischen 70A und 103A. Weiche Rollen eignen sich für höhere Geschwindigkeiten, zum Cruisen und für schlechten Belag. Sie sind besonders griffig, jedoch langsamer als harte Rollen. Harte Rollen eignen sich für Tricks, da man leichter vom Boden abhebt und sie besser über Hindernisse rutschen. Außerdem fährt man harte Rollen auf gutem Belag, wie in Rampen oder Skateparks.


Kugellager

Die Zahl hinter der Abec Bezeichnung zeigt die Fertigungstoleranz an. Je höher die Abec Zahl desto genauer gefertigt. Aber es ist keine Industrienorm, sondern gilt nur für Skateboardlager. Kugellager sollten von guter Qualität sein, um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten. In jede Rolle kommen zwei Kugellager und ein Spacer. Kugellager müssen immer mit Spacern verbaut werden. Dies verhindert, dass die Lager bei der Montage und beim Fahren zusammengedrückt und somit unnötig belastet werden.

Eine Ausnahme bilden die Tekton Kugellager von Seismic. Diese haben ihre Spacer bereits fest integriert.


Shockpads / Riser

Bestehen aus Gummi (Shockpads) oder aus Plastik (Riser). Sie werden zwischen Achse und Board geschraubt um die Bodenfreiheit oder den Abstand zu den Rollen zu vergrößern. Dies kann Wheelbites (den Kontakt der Rolle mit dem Board) verhindern und außerdem Stöße bei Tricks abfedern.


Montagesatz

Hiermit sind die Schrauben gemeint, mit denen man die Achsen am Board befestigt. Man sollte darauf achten, dass die Schrauben lang genug sind. Die Muttern sind selbstsichernd (mit Nylonsicherung an der Außenseite) und sollten immer bis ins Gewinde verschraubt werden können. Ohne Riser kann man 1“ lange Schrauben verwenden. Es gibt Schrauben als Kreuzschlitz oder Imbus. Kleine Auswahlhilfe:

1/8 Riser = 1"
1/4 Riser = 1.25"
1/2 Riser = 1.5"

Spacer

Kleine Buchse die zwischen die Lager in die Rolle montiert werden. Dadurch kann die Achsmutter festgezogen werden, ohne dass sich die Lager verkanten und somit besser drehen. Ein Spacer sollte immer verbaut werden.


Speedrings

Sind die kleinen Scheiben auf den Achsstiften. Sie werden zwischen Hanger und Lager bzw. Lager und Achsmutter gegeben, damit der Druck vom festziehen nur auf den inneren Lagerring wirkt und sich das Lager ungehindert drehen kann.


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