Longboards: Tipps für Einsteiger

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Longboards. Gerade für Anfänger ist es oft nicht leicht, sich einen Überblick zu verschaffen. In diesem Video erklären wir diverse Aspekte.


Komplettboards für Anfänger

In unserem Onlineshop bieten wir dir eine große Auswahl an kompletten Longboards. Im Englischen nennt man diese Boards Completes. Nahezu jeden Einsatzbereich decken wir mit unserer Prduktpalette ab. 70% bis 80% dieser Bretter eignen sich für Einsteiger oder Anfänger. Die meisten unserer Kunden suchen Boards zum Cruisen oder Carven und um von A nach B zu gelangen. Die Unterschiede und Eigenschaften der verschiedenen Boardtypen stellen wir nun nochmal zusammengefasst vor.

Minicruiser

Minicruiser erfreuen sich großer Beliebtheit. Dank ihrer weichen Rollen vereinen sie die Laufruhe eines Longboards mit einer kurzen Wheelbase. Aufgrund ihrer Kompaktheit sind sie schön wendig und eignen sich hervorragend für die alltägliche Fortbewegung in der Stadt. Minicruiser kann man sehr gut an Rucksäcken befestigen und auch mal entspannt unter den Arm nehmen.

Klassiche Longboards (Cruiser und Carver)

Wer mit dem Longboarden anfängt, der beginnt in der Regel mit der Fortbewegung auf ebener Fläche. Hierfür eignen sich Cruiser oder Carver am Besten. Fahrkomfort und Laufruhe stehen im Vordergrund und sorgen für eine leichte Erlernbarkeit. Doch auch bei Cruisern und Carvern gibt es verschiedene Arten von Boards.


Pintails Longboards

Pintails sind die Urform der Longboards und erinnern an die Form von Surfboards. Zu Nose und Tail hin laufen die Bretter spitz zu und die Achsen werden in der Regel, wie bei klassischen Skateboards, Topmount montiert. Der Zusammenhang findet seine Begründung in der Geschichte des Longboardens. Ursprünglich waren es Surfer, die das Surfboard mit Achsen und Rollen auf die Straße brachten. So nahm alles seinen Lauf und die Boards entwickelten sich weiter.


Dropthrough Longboards

Der Name spricht für sich. Die Besonderheit bei Dropthrough Longboards ist die Art der Achmontage. Aufgrund zweier Aussparungen am Brett ist es möglich, die Baseplates der Achsen auf der Oberseite des Decks zu montieren. Die Achsen werden vor der Montage auseinander geschraubt und durch die Aussparungen gesteckt. Auf diese Weise liegt das Board im Gegensatz zu einer Topmount Montage etwas tiefer über dem Boden und ermöglicht eine entspannteres Pushen, da man nicht so tief in die Knie gehen muss. Dropthrough Boards benötigen eine Optimierung der Boardform, da die Achsen sonst beim Lenken an das Board schlagen würden. Diese Anpassung erzielt man durch de Einsatz von Cutouts. An Nose und Tail wird Material entfernt, um den Achsen Platz zum Einlenken zu geben. Cutouts kann es allerdings auch an Topmount Boards geben.

Zu den Cruiser Komplettlongboards

Flex oder kein Flex?

Der sogenannte Flex beschreibt die Eigenschaft des Brettes unter Belastung nachzugeben, sprich das Brett biegt sich aufgrund des Gewichts vom Fahrer durch. Bei Downhill-Longboards ist dieser Effekt überwiegend unerwünscht, da ein besonders direktes Fahrverhalten bevorzugt wird. Flex sorgt für ein etwas indirekteres Fahrverhalten und absorbiert einen Teil der Lenkbewegung aufgrund von torsionaler Verformung. Downhill-Bretter von Rayne sind z.B. besonders steiff, während hingegen der Easy Rider von Quinboards mit einem lebendigen und weichen Flex aufwartet.

Bei vielen Boards unterschiedlicher Einsatzgebiete kann Flex allerdings auch absolut erwünscht sein. Besonders Cruiser oder Carver profitieren von dem gedämpften, gefederten und komfortablen Fahrgefühl. Bodenunebenheiten oder Vibrationen werden quasi einfach weggedämpft. Flex ist allerdings eine Eigenschaft, die überwiegend teureren Boards vorenthalten ist. Um trotzdem eine gute Stabilität zu gewährleisten, werden Verbundwerkstoffe wie Glasfaser oder Kohlefaser eingesetzt. Auf diese Weise können Boards mit Flex stark nachgeben, aber dennoch nicht brechen. Die Verarbeting solcher Materialien ist kostspieliger und deswegen bleibt Flex eine Eigenschaft von etwas hochpreisigeren Boards.

Guide

Die Jungs von Olson & Hekmati haben uns freundlicherweise erlaubt, ihre Broschüre "Geballtes Wissen" bei uns auf der Website einzubauen. Auf über 15 Seiten werden die wichtigsten Fragen zum Thema Longboard erklärt. Insbesondere die technischen Zeichnungen helfen dabei, sich schnell zurecht zu finden.
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Weitere Boardtypen

Es gibt natürlich noch weitere Disziplinen und entsprechende Boardtypen. Diese Bretter werden deutlich seltener als Komplettboards angeboten, da sie deutlich spezieller sind und mit den passenden Komponenten zum Fahrstil versehen werden.

Drop-Down Longboards

Longboards mit Drop sind immer Topmount, d.h. die Achsen werden regulär unter dem Deck angebracht. Die Drops befinden in der Regel knapp hinter Nose und Tail und senken die Standfläche herab. Trotz der eigentlichen Topmountmontage ist die Standfläche also so tief wie bei einem Board mit Dropthrough Montage. Jenachdem wie stark die Drops sind sogar noch tiefer.

Double-Drop Longboards

Der Name verrät schon in etwa, worum es sich bei diesem Boardtyp handelt. Im Endeffekt ist der Doubledrop eine Kombination aus Dropdown und Dropthrough. Auf diese Weise haben die Boards eine sehr tiefe Standfläche, die quasi doppelt tiefergelegt ist. Doubledrop Boards lassen sich mit besonders wenig Kraftaufwand pushen und eignen sich somit hervorragend für Longdistance.


Downhill Longboards

Downhill Longboards weisen einige technische Besonderheiten auf. Ersteinmal sind die Konkavs in der Regel wesentlich stärker ausgeprägt, als bei Cruisern oder anderen Boards. In Kombination mit besonders rauhem Griptape wird ein guter Halt auf der Standfläche gewährleistet. Des weiteren sind die Bretter sehr steiff. Diese Eigenschaft sorgt für eine gute Laufruhe und ein direktes Lenkverhalten. Diese Boards eignen sich weniger für Anfänger oder Einsteiger, die von A nach B cruisen wollen.

Zu den Downhill Longboards

Dancer Longboards

Groß, größer am größten. Dancer sind die längsten Longboards und bieten besonders viel Standfläche. Aufgrund dessen eignen sie sich hervorragend zum Boardwalken. Hierbei werden verschiedene Schrittkombinationen gemacht. In der Regel haben Dancer groß dimensionierte Doublekicks. Diese ermöglichen Tricks aller Art wie z.B. Fliptricks oder Manuals. Die Achsen werden normalerweise Topmount montiert.

Zu den Dancer Longboards

Fazit

Man kann das Longboarden ein wenig mit dem Fahrradfahren vergleichen. Man kann sich ein voll gefedertes Mountainbike oder ein Rennrad kaufen. Trotz der großen technischen Unterschiede kann man mit beiden zur Eisdiele fahren. Nichtsdestotrotz eignet sich das Mountainbike natürlich eher für das Gelände und das Rennrad für die Straße. Beim Longboarden ist das ähnlich. Zwar gibt es viele technische Unterschiede, aber im Endeffekt kann man mit jedem Board durch die Gegend fahren. Solltest du dir mal nicht sicher sein, welches Board das Richtige für dich ist, dann melde dich ruhig bei uns. Wir werden dich bestens beraten und sicherstellen, dass dein Board zu deinem Einsatzgebiet passt.